Gerhard Kienle (1923-1983), der Begründer des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke und der Universität Witten-Herdecke, war nicht nur eine zentrale Gestalt der anthroposophischen Medizin nach dem zweiten Weltkrieg, sondern ermöglichte eine Vielzahl von Entwicklungen, die der Humanisierung der Medizin zugute kamen. Er sah frühzeitig die Gefahren, die der Heilkunst von formalistischen und administrativen Zwängen drohen, die Ausschaltung der individuellen Urteilskraft und die Schwächung ganzer Berufszweige, wie der Krankenpflege. Kienle versuchte, im öffentlichen Raum ein Bewusstsein von der Gefährdung der Medizin zu schaffen und war erfolgreich auf den verschiedensten Ebenen tätig; zugleich schuf er gemeinsam mit seinen Freunden und Mitarbeitern das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke als Vorbild und Gegenmodell. In Herdecke sollte gezeigt werden, dass die Zukunft der Medizin als individualisierte Hilfeleistung für den Einzelnen möglich ist _x0096_ in Witten-Herdecke die akademische Auseinandersetzung geführt werden. Zum 40. Geburtstag des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke veröffentlicht Peter Selg Aufsätze und Vorträge Gerhard Kienles, die der Humanisierung der Medizin und der Herdecker Initiative gewidmet und seit langem vergriffen sind _x0096_ darunter Kienles Kölner Vortrag über die _x0084_Würde des Menschen_x0093_, seine Darstellungen über _x0084_Christentum und Medizin_x0093_ und seine Schrift _x0084_Herdecke _x0096_ Werdegang eines medizinischen Impulses_x0093_.
2009, 152 Seiten, Broschur, ISBN 978-3-905919-11-0, Verkaufspreis: 22 €
Ita Wegman Institut
Freiligrathstr., 23
DE 70372 Stuttgart
info@wegman-verlag.de