Bleiben und Blicken
Kraftvolle wie verletzliche Weltbeobachtungen von Botho Strauß – »Man muss seine Sätze lesen, wie man die Umrisse einer Skulptur mit den Fingern nachfährt.« Ijoma Mangold, Die Zeit
»Mir genügen die wenigen, einer genügt mir, auch niemand genügt.« In Botho Strauß’ neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen, die in ihrer schwebenden Schärfe Eindruck machen: die Frau, die auf den Moment ihrer Zurückweisung wartet, die jungen Linkischen, Ungeschickten. Der Blick berührt, erkennt, stellt fest – und schweift weiter, ohne an der Gegenwart zu verzweifeln. Um sich schließlich aufzuschwingen zu Naturbetrachtungen von seltener Eleganz und Schönheit, als stieße sich der Autor ab von all dem Wissen und geriete in eine unerhörte Leichtigkeit, »bis Minuten niegekannter Unerfahrenheit entstehen«.
Von Botho Strauß
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