Ja, diese Sache, der mit den Jahren die Dauer entspringt,
sie ist wesentlich unscheinbar,
der Rede nicht wert,
wohl aber des Festhaltens durchs Schreiben:
Denn sie muss meine Hauptsache sein.
Sie muss meine wahre Liebe sein.
Und ich muss,
damit mir die Dauermomente entspringen
und meinem starren Gesicht eine Prägung geben
und meiner leeren Brust ein Herz einsetzen,
meine Liebe,
unbedingt,
üben, jahraus und jahrein.
Peter Handke (aus dem »Gedicht an die Dauer«)
Wer Ohren hat zu hören, der höre! Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen durch
Gleichnisse? Er antwortete und sprach: Euch ist es gegeben, dass ihr das Geheimnis des Himmelreichs verstehet; diesen
aber ist es nicht gegeben. Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird
auch das genommen was er hat. Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht,
und mit hörenden Ohren hören sie nicht; denn sie verstehen es nicht. Und über ihnen wird die Weissagung Jesajas
erfüllt, die da sagt: »Mit den Ohren werdet ihr hören, und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet
ihr sehen, und werdet es nicht verstehen. Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren hören übel, und ihre
Augen schlummern, auf dass sie nicht dermaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen
verstehen und sich bekehren, dass ich ihnen hülfe.« Aber selig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie
hören. Wahrlich ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr sehet, und habens nicht
gesehen, und zu hören, was ihr höret, und habens nicht gehört.
Matthäus 13, 9-17