Malerei
Die Malerei ist für Rudolf Steiner ein Weg, das Geistige im Sinnlichen sichtbar zu machen. In seiner Farblehre beschreibt er Farben als eigenständige geistige Wesenheiten: Gelb «lebt nach außen», Blau «zieht sich zurück» – Beschreibungen geistiger Wirklichkeiten, keine Metaphern.
Steiners Farblehre
Steiner hielt 1921 und 1922 Vorträge zur Malerei (GA 291, 291a). Seine grundlegende Unterscheidung zwischen Bildfarben (Weiß, Schwarz) und Glanzfarben (Spektralfarben) ist der Schlüssel zu einer Malerei, die aus der Farbe heraus gestaltet, nicht aus der Zeichnung. Leuchtende Farbe ist das eigentliche Wesen der Malerei.
Anthroposophische Malschulen
Liane Collot d'Herbois und die Lázaro-Schule entwickelten auf Grundlage von Steiners Impulsen eigene Maltherapie und Malmethoden. Besonders die Lasurmalerei – transparentes Übereinanderlegen farbiger Schichten – erlaubt es, Licht durch die Farbe hindurchscheinen zu lassen.
Malerei im Waldorf-Kontext
Malerei ist zentraler Bestandteil der Waldorfpädagogik: Nass-auf-Nass-Aquarellmalerei, Formzeichnen. Bei Glomer finden Sie Bücher für Lehrende, Kunsttherapeuten und alle, die den anthroposophischen Kunstimpuls vertiefen wollen. Siehe auch: Wandtafelzeichnungen Rudolf Steiners.
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